Herzlich willkommen!

 

Liebe Hildesheimerinnen, liebe Hildesheimer,

liebe Besucherinnen und Besucher,

 

haben Sie auch manchmal Angst davor vergesslich zu werden? Gerade vor ein paar Tagen erst hatte ich wieder dieses Gefühl. Mit dem Einkaufszettel auf dem Sprung zu unserem Nahversorger gibt mir mein Sohn mit auf den Weg, auch seine Lieblingswurst zu kaufen. Sie ahnen es: Den Einkaufszettel hatte ich penibel abgearbeitet. Die Wurst für meinen Sohn war natürlich nicht dabei. Ich hatte sie nicht aufgeschrieben, weil ich mir so eine Kleinigkeit ja einfach merken kann. Zum Glück war es noch nicht zu spät und ich konnte noch rechtzeitig vor dem Abendbrot für Nachschub sorgen.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Menschen ganz bewusst darauf setzen, dass wir Dinge vergessen. Eben weil sie beiläufig geschehen oder längst Gras über die Sache gewachsen ist. Nicht, dass ich jetzt meinem Sohn unterstellen will, dass er mit seiner Bestellung mein Erinnerungsvermögen testen wollte. Nein. Ich denke da eher an Vorfälle aus Wirtschaft und Politik, die die Verantwortlichen womöglich selbst am liebsten vergessen würden. Erinnern sie sich noch an den ‚Elchtest‘ im Zusammenhang mit einem deutschen Autobauer in den 90er Jahren oder den Ölkonzern, der vor Jahren seine ausgediente Bohrinsel eigentlich in der Nordsee versenken wollte? Alles lange her und nach anfänglichem Spott über den umgekippten Kleinwagen und dem Massenboykott der zum besagten Ölkonzern gehörenden Tankstellen, scheint heute wieder alles im Lot zu sein. Die Automarke gilt für Viele nach wie vor als Statussymbol und über die Schließung von Tankstellen wegen Absatzschwierigkeiten ist auch nichts bekannt.

Auch in der Politik hat man selbst als Beteiligter mitunter den Verdacht, dass Akteure unser Gedächtnis testen wollen. Wird man dabei ertappt, folgen dann daraus Stilblüten wie diese: ‚Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern‘, hat mal ein ehemaliger Bundeskanzler gesagt.

Unser Gedächtnis testen will bestimmt auch der niedersächsische CDU-Spitzenkandidat mit seiner Forderung nach einer einjährigen Denkpause zur Inklusion an Schulen. Ein ganzes (weiteres) Jahr soll nochmal verschenkt werden. Im Vordergrund müssen lt. dem Spitzenkandidaten der Elternwille und das Kindeswohl stehen. Jetzt frage ich mich, ob auch Herr Althusmann gezielt darauf setzt, dass wir alle vergesslich sind. Will er einfach nur testen, ob sich Menschen überhaupt daran erinnern, dass er selbst mal Kultusminister war? Und, ob diese Menschen auch noch wissen, dass er in dieser Zeit sogar die Abschaffung der Förderschulen zu verantworten hatte? Oder möchte er einfach nur klarstellen, dass er aus seiner heutigen, persönlichen Sicht damals einen Fehler gemacht hat?

Ich finde, dass er es dann einfach sagen sollte. Eine Aussage wie „ich habe mich geirrt“ oder „ich habe damals eine falsche Entscheidung getroffen“, wäre ehrlich. Zur Ehrlichkeit gehört dann aber auch noch, dass er es bei der Einführung der Inklusion vergessen hat, die Studienplätze für Förderschullehrkräfte zu erhöhen. Allen war damals schon klar, dass die Umsetzung der Inklusion in Schulen nicht ohne Erhöhung der Lehrkräfte gelingen kann. Er hatte wohl seine Gründe sich dagegen zu entscheiden.

Klar, das für sich alleingenommen war schon ein Fehler. Gut, dass die jetzige Landesregierung schon längst viele neue Studienplätze für Förderschullehrkräfte geschaffen hat. Eine gute Ausbildung dauert. Deshalb stehen die neuen Lehrkräfte nicht sofort zur Verfügung. Aber auch hier hat Rot-Grün in Hannover reagiert: Mit 800 zusätzlichen Stellen für Fachkräfte aus den Bereichen Heilpädagogik, Erziehung, Logopädie und Ergotherapie wird die inklusive Schule jetzt mit zahlreichen 'helfenden Händen' gestärkt. Die Idee, die Inklusion auszusetzen, geht in die absolut falsche Richtung. Denkpausen sind keine Option bei der Umsetzung eines Menschenrechts!

Denkpausen helfen auf Dauer nicht vom eigenen Verhalten in der Vergangenheit abzulenken. Ja, man kann mal etwas vergessen, aber man sollte nicht darauf bauen, dass es keiner merkt.

Welcher Kultusminister hat eigentlich in Niedersachsen Hals über Kopf das Turbo-Abi eingeführt....?

Abgeschafft hat es jedenfalls Rot-Grün. Ohne Moratorien und Denkpausen und es das war gut so!

Bleiben Sie Aufmerksam!

Herzliche Grüße

Ihr

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